Pst! Ich habe ein Geheimnis

Pst! Warum wir Geheimnisse brauchen, hüten oder ausplaudern?

Kindergeheimnisse

Als ich den Artikel „Nichts verraten“ von Birgit Heinrich in der Zeitung las, musste ich schmunzeln.

So erinnerte ich mich gleich an meine kleinen Kindergeheimnisse und den Zauber, wenn man etwas wusste, was der andere auch wissen wollte.

Der Artikel klärte wunderbar über die Unterschiede von Geheimnissen, die sich im Laufe des Alters verändern, auf.

Laut der amerikanischen Psychiaterin Gail Saltz beginnt die Geheimniskrämerei mit etwa vier Jahren, wenn wir begreifen, dass wir eine Identität besitzen und uns gegenüber anderen abgrenzen können. In diesem Alter etwas vermeintlich Wichtiges mit Freunden zu teilen, bedeutet Zugehörigkeit, aber auch Abgrenzung. Die anderen sollen einfach nur neugierig werden.

Sehr schnell erkennen die Kleinen jedoch auch, dass man Geheimnisse nicht weitersagen sollte, dass man nicht petzt.

Für 12-Jährige ist die Geheimhaltungspflicht gegenüber einem Freund wie eine WAHRUNG der Freundschaft. Dazu hat die Heimlichkeit auch oft den Zauber von etwas Verbotenem.

Pubertierende brauchen Geheimnisse, um sich von ihren Eltern abzulösen.

Doch was ist ein Geheimnis für den Erwachsenen?

Meist hütet ein Erwachsener ein Geheimnis, um einen Makel zu verbergen, sein Gesicht zu wahren und sich nicht dem Hohn und Spott auszusetzen. Oft haben die Heimlichkeiten von Erwachsenen auch mit Scham zu tun.

Wo liegt oder lag der Zauber eines Geheimnisses bei dir?

Geheimnisse, die uns jedoch von anderen anvertraut werden, erleben wir eher als Last, die wir wie Sandsäcke auf unseren Schultern tragen. Um diese loszuwerden, sind wir dann auch eher bereit, diese auszuplaudern.

Hier nicht zu verwechseln mit dem Arzt-, Bank-,Post- und Steuergeheimnis, das wohl bei keinem der genannten Berufe als Last empfunden wird.

Wie gehst du mit der Geheimniskrämerei deines Kindes um?

 

 

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Christine Weidner

Als Lernstrategie-Coach, Konzentrationstrainerin, Dipl. System Coach für ADS/ADHS nehme ich Familien an die Hand, um sie durch den Schulalltags-Dschungel zu begleiten.

Inspiriert durch Erfahrungen im Umgang mit meinen Schülern und Eltern habe ich angefangen Blogartikel zu schreiben. In der Hoffnung viele Eltern durch meine Ideen zu inspirieren, lasse ich immer dann, wenn mein Herz schreiben will, einen Artikel entstehen.

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